News

25.07.2012

 

 

Nachweisführung des SPz PUMA bis September 2013 verlängert

 

Am 11. Juli wurde - als Konsequenz der Neuausrichtung der Bundeswehr - eine Verringerung der Stückzahl von 405 auf 350 Schützenpanzer einvernehmlich vertraglich vereinbart. Im Zuge dieser Vereinbarung wurde der Zeitraum für die Nachweisführung bis zum 30.09.2013 verlängert.

 

Wie bereits in den letzten beiden News berichtet, wurde der SPz PUMA im ersten Quartal diesen Jahres der Klimaerprobung im subpolaren Nord-Norwegen unterzogen. Die beiden Fahrzeuge wurden im April wieder nach Deutschland transportiert und werden durch die Industrie bereits wieder für die nächsten Untersuchungen im Rahmen des umfangreichen Nachweisführungsprogramms vorbereitet.

 

Auch wenn Mensch und Material durch das extreme Klima sehr hohen Belastungen unterzogen wurden – das Erprobungsteam und der SPz PUMA haben diese Herausforderung gemeistert. Optimierungspotential im Detail wurde erkannt und die erforderlichen Änderungen werden in die Serienfertigung übernommen.

 

Neben vielen Untersuchungen einzelner Funktionalitäten und vertraglicher Forderungen, die zumeist bei den Wehrtechnischen Dienststellen durchgeführt werden, sind die nächsten Höhepunkte der Nachweisführung die taktische und logistische Einsatzprüfung. Zusätzlich ist neben der bereits erfolgten Wintererprobung auch eine Sommererprobung im Ausland noch vorgesehen.

 

Weitere News

19.03.2012

 

Fahren und Schießen bei Eis und Schnee

 

Wie erwartet bietet das Erprobungsgelände in Nord-Norwegen hervorragende Möglichkeiten den SPz PUMA in einer subpolaren Klimazone zu testen. Während der Erprobung wurden hier bereits Temperaturen unter - 30° Celsius gemessen. Der stets wehende eisige Wind lässt die gefühlten Temperaturen noch weiter sinken. Das Areal ist sehr weitläufig und es stehen mehrere Schießbahnen zur Verfügung.


Das Erprobungsteam hat bei den teilweise recht langen Anfahrtswegen zu den Schießbahnen ausgiebig Gelegenheit das Fahrverhalten auf verschneitem und vereistem Untergrund zu testen. So wurden beispielsweise auf vereisten Wegen und verschneitem Gelände verschiedene Anordnungen von Schneegreifern untersucht.

Mit dem SPz PUMA werden seit ca. zwei Monaten die unterschiedlichsten Schießversuche mit der Hauptbewaffnung, der MK30-2/ABM, und der Sekundärbewaffnung MG4 durchgeführt. Aufwendige Messreihen begleiten fast täglich das Fahr- und Schießprogramm. Bei diesen Messungen werden unter anderem Temperaturverläufe, insbesondere nach Kaltstarts, im Fahrzeuginneren in Relation zu den Außentemperaturen aufgezeichnet und ausgewertet.


Die Tests bei diesem kalten Klima stellen an das Waffensystem und seine Bediener sehr hohe Anforderungen. Noch bis Anfang April muss der SPz PUMA seine Leistungsfähigkeit auch bei diesen außergewöhnlichen Bedingungen unter Beweis stellen.



 

09.01.2012

 

Zwei SPz PUMA auf dem Weg nach Norwegen

 

Zu den Forderungen der Bundeswehr an den Schützenpanzer PUMA gehört unter anderem der weltweite Einsatz unter nahezu allen klimatischen Bedingungen. Um die Einsatzfähigkeit des PUMA auch unter extremen winterlichen Bedingungen nachzuweisen, wurde mit dem Bundesamt für Wehrtechnik und Beschaffung eine Erprobung in Norwegen vereinbart. Dazu wurden am 09.01.2012 zwei Fahrzeuge für den ca. einwöchigen Landmarsch auf Spezialtransporter verladen.

 

Die Erprobung erfolgt über einen Zeitraum von ca. drei Monaten weit nördlich des Polarkreises. Bei Schnee, Eis und sehr tiefen Temperaturen werden dort im Schwerpunkt Fahr- und Schießversuche, sowie Messungen im Innenraum durchgeführt. Dieses Nachweisprogramm wird federführend vom Bundesamt für Wehrtechnik und Beschaffung mit fachlicher Unterstützung durch die Spezialisten der Wehrtechnischen Dienststellen durchgeführt. Aber auch der militärische Bedarfsträger wird mit erfahrenem Personal vor Ort vertreten sein. Die unmittelbarere Betreuung der PUMAs am Erprobungsort wird maßgeblich mit Fachpersonal der Industrie sichergestellt.

28.04.2011

 

SIAM - FAT und EuBBT - als wichtiger Meilenstein erreicht

 

Die Realisierung des Konzeptansatzes SIAM (SystemIntegriertes AusbilungsMittel) stellt einen revolutionären Ansatz dar. Jeder operationelle SPz PUMA ist technisch so vorbereitet, dass er nach Einbau einiger Zusatzkomponenten zur Intensivausbildung der (Kern)Besatzung verwendet werden kann. Dabei kann die Ausbildung als „Train as you fight“ erfolgreich in einem Einzelfahrzeug aber insbesondere im Zugrahmen (Vernetzung von 4 SPz PUMA) oder später sogar vernetzt mit weiteren Waffensystemen erfolgen. Gesteuert, angeleitet bzw. überwacht und ausgewertet wird der Ausbildungsbetrieb dabei über eine LAKS-Kabine (Leitungs-, Auswerte- und Kontroll-Station in standardisierter Kabine).

 

Parallel zur Realisierung des Waffensystems SPz PUMA wurde auch der oben angesprochene Konzeptansatz durch das Expertenteam der Firmen KMW und RLS/RDE („KT-SIAM“) forderungsgemäß sowie in ständiger Abstimmung zwischen allen Beteiligten im BWB, der WTD 81 und den militärischen Dienststellen entwickelt und materialisiert.

 

In der Zeit vom 11. - 14.04.2011 stellten PSM und KT-SIAM den aktuellen Stand im Rahmen der vereinbarten Werksprüfung oder „Factory Acceptance Test – FAT“ den zuständigen Fachleuten von BWB, WTD 81 und GPS vor. Hierzu waren zwei SPz PUMA (Vorserie), ein als Referenzanlage bezeichnetes Entwicklungslabor sowie eine LAKS-Kabine (noch eingerüstet in eine beigestellte AGPT-Kabine) mit den erforderlichen Hard- und Softwarefunktionalitäten ausgestattet und vernetzt worden. Direkt im Anschluss der technischen Bewertung wurde dem Bedarfsträger/Nutzer vom 14. –20.04.2011 Gelegenheit für einen ersten Übungsbetrieb mit dieser SIAM-Konfiguration gegeben. Hierzu wurde, wie bereits in 2009 auch, die organisatorische Form EuBBT (Erprobung unter Beteiligung des Bedarfsträgers) gewählt, bei der die technische Gesamtverantwortung in den Händen von BWB/WTD 81 lag.

 

Als Ergebnis beider Überprüfungsanteile kann festgestellt werden, dass ein technisch neuer und sehr anspruchsvoller Ansatz bereits mit großem Erfolg umgesetzt worden ist. Die gemachten Erfahrungen und Feststellungen müssen, in Verbindungen mit den sich einsatzbedingt weiterentwickelnden Erkenntnissen, ausgewertet werden. Gemeinsam sind dann die Ergebnisse im Rahmen der weiteren Realisierungsschritte einzubringen. Bei der noch geplanten Nachweisführung und Einsatzprüfung wird der Serien-Stand (dann auch mit der deutlich größeren Serien-LAKS-Kabine) dem gleichen Teilnehmerkreis vorgestellt bzw. zur eigenständigen Bewertung zur Verfügung gestellt werden.

Festzustellen ist: Die Zukunft hat begonnen, denn „Train as you fight“ mit SPz PUMA kann und wird durch SIAM in bisher nicht gekanntem Umfang ermöglicht werden. Diese Ausbildungsüberlegenheit – Training mit SPz PUMA vernetzt auch mit weiteren Waffensystemen – ermöglicht die effektive Nutzung des leistungsfähigsten und modernsten Schützenpanzer der Welt.

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Fertig zur Übergabe: die beiden ersten Schützenpanzer PUMA

 

07.12.2010 

SERIENSTART FÜR NEUEN SCHÜTZENPANZER PUMA

Die ersten zwei Schützenpanzer aus Serie vertragsgemäß geliefert


Rheinmetall und Krauss-Maffei-Wegmann (KMW) haben am 6. Dezember 2010 durch die gemeinsame Projektgesellschaft PSM GmbH in Kassel die ersten beiden Schützenpanzer aus der PUMA-Serie planmäßig an das Bundesamt für Wehrtechnik und Beschaffung zur Nachweisführung übergeben. Insgesamt hat die Bundeswehr 405 der neuen Fahrzeuge bestellt. Der Serienvertrag wurde im Juli 2009 unterschrieben, der gesamte Vertragswert beläuft sich auf rund 3,1 Mrd. Euro. Damit hat das wichtigste Modernisierungsvorhaben des deutschen Heeres eine wichtige Zielmarke erreicht.
"Der heutige Tag ist ein bedeutender Meilenstein auf dem Weg zur Einführung des PUMA's in die Bundeswehr. Hinter uns liegt eine anspruchsvolle Zeit der Entwicklung, bei der wir uns am Rande dessen bewegt haben, was heute technologisch überhaupt darstellbar ist",  erklärten Klaus Eberhardt, Vorstandsvorsitzender der Rheinmetall AG, und Frank Haun, Vorsitzender der KMW-Geschäftsführung.

Technologie der Extreme: lessons learned aus aktuellen Einsätzen

Die Entwicklung des neuen Schützenpanzers ist geprägt von technologischen Extremen. Ziel ist es, die Bundeswehr nicht nur mit einer neuen Fahrzeugplattform auszurüsten, sondern mit einem Technologieträger, der in allen Fähigkeitsbereichen vom Schutz über die Mobilität bis zur Kampfkraft mit neuen und weltweit führenden technischen Antworten überzeugt. Die Entwicklungsleistung stand dabei besonders unter dem Eindruck, aus den laufenden Einsatzerfahrungen konsequente und kurzfristige Rückschlüsse auf das Leistungsprofil des PUMA zu liefern und entsprechend zu realisieren. In keinem anderen Schützenpanzer ist das in diesem Umfang bisher gelungen.

Die weiteren Planungen sehen vor, dass der PUMA nun unter anderem die Nachweisführung fortführt und ebenfalls einer Einsatzprüfung unterzogen wird. Hierfür sind auch intensive Wärme- und Kälteerprobungen im Ausland vorgesehen. Diese vielfältigen Prüfungen dienen dazu, eine reibungslose Einführung des anspruchsvollen Systems in die Truppe sicherzustellen.

PUMA setzt neue Maßstäbe im Hinblick auf Schutz, Kampfkraft, Mobilität und Befähigung zu weltweiten, vernetzten Missionen

Der PUMA bietet seinen Insassen einen bislang von keinem vergleichbaren Fahrzeug erreichten Schutz vor Minen, dem Beschuss mit Panzerabwehrwaffen und selbstgebauten Sprengsätzen, wie sie in Krisengebieten derzeit weit verbreitet sind. Nicht zuletzt dank seiner Luftverladbarkeit, seiner Mobilitätseigenschaften in unwegsamen Gelände und seiner Aufwuchsfähigkeit ist der PUMA ein Fahrzeug, das im internationalen Konfliktmanagement wichtige Aufgaben übernehmen wird und seiner Besatzung dabei bestmöglichen Schutz bietet. Auch in puncto Durchsetzungsfähigkeit und Kampfkraft ist er unübertroffen.

Mehr als dreißig Jahre nach Indienststellung des Schützenpanzers Marder bei der Bundeswehr begründet der PUMA mit seinem erweiterten Fähigkeitsumfang somit eine völlig neue Leistungsklasse für Schützenpanzer. Im internationalen Vergleich nimmt er die Spitzenposition bei gepanzerten Gefechtsfahrzeugen ein.

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10.08.2010

Die Serienfertigung des PUMA ist angelaufen

Damit die ersten beiden Serienfahrzeuge des Schützenpanzers PUMA termingerecht Ende diesen Jahres an den Auftraggeber übergeben werden können, wurde bereits vor Monaten mit den Schweißarbeiten für diese ersten Fahrgestelle und Türme begonnen. Die Herstellung und Montage der ersten zu integrierenden Baugruppen erfolgt dabei parallel bei den zahlreichen Unterauftragnehmern. Deren Einbau in die Systeme erfolgt derzeit bei den Mutterhäusern KMW und RLS. Auch für die im Jahr 2011 auszuliefernden Fahrzeuge sind die Arbeiten bereits in vollem Gange.

Diese ersten Fahrzeuge werden nicht sofort an die Truppe übergeben, sondern verbleiben vertragsgemäß zur Durchführung weiterer Nachweise auf Gesamtsystemebene im Verantwortungsbereich des Bundesamtes für Wehrtechnik und Beschaffung (BWB). Über die  Systemnachweise und Systemqualifikation hinaus erfolgt mit diesen Fahrzeugen ebenfalls die Einsatzprüfung (Einzelfahrzeug und Zugrahmen) sowie die Auslandserprobungen (kalt bzw. heiß). Die Fertigung und Auslieferung der beauftragten 405 PUMA wird bis zum geplanten Abschluss der Serie im Jahre 2020 erfolgen.

Bei der Beschaffung des Schützenpanzers PUMA wurde durch das BWB in Zusammenarbeit mit der Industrie im Interesse des Nutzers, der Panzergrenadiertruppe, ein ganzheitlicher Ansatz gewählt. Daher erfolgen ergänzend zur Lieferung der Fahrzeuge, ebenso die Herstellung und Lieferung der Umfänge Logistik und Ausbildungsmittel. Diese, wie auch die Lehrgänge zur Kaderausbildung für Bediener- und Instandsetzungspersonal sind so terminiert, dass sie vor Beginn des Zulaufs der Serien-PUMA an die Truppe als notwendige Voraussetzung zur Nutzung durchgeführt werden.

 

 

 

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03.07.2009


Startschuss für die Serienproduktion von 405 Puma-Schützenpanzern für die Bundeswehr

Am 3. Juli 2009 wurde zwischen dem Koblenzer Bundesamt für Wehrtechnik und Beschaffung BWB und der PSM GmbH, Kassel, der Vertrag für die Serienbeschaffung von 405 Puma-Schützenpanzern und der zugehörigen Logistik- und Ausbildungsumfänge unterzeichnet, nachdem der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages am 17. Juni 2009 abschließend grünes Licht für den Start der Serienproduktion gegeben hatte. Für die mit der Realisierung des Projektes beauftragte PSM GmbH (Projekt System und Management), an der Krauss-Maffei Wegmann GmbH & Co. KG, München und die Düsseldorfer Rheinmetall AG mit je 50% beteiligt sind, bringt der Auftrag ein Volumen von insgesamt ca. 3 Milliarden Euro incl. 19% Umsatzsteuer mit sich.

Den 405 Serienfahrzeugen gingen fünf Vorserienfahrzeuge voraus, die bereits seit 2007 für Versuche, Erprobung und Optimierung sowie Nachweisführung und Qualifikation bei den Wehrtechnischen Dienststellen der Bundeswehr und auch zeitweise beim Ausbildungszentrum Panzertruppen im Betrieb sind. Die Auslieferung der 405 Serienfahrzeuge beginnt 2010 und wird 2020 abgeschlossen sein.

Der Schützenpanzer Puma markiert im internationalen Vergleich die technologische Spitze bei gepanzerten Gefechtsfahrzeugen. Er ist insbesondere dank seiner Modularität und Aufwuchsfähigkeit auf die heutigen und auf zukünftige Einsatzanforderungen der Streitkräfte zugeschnitten. Zudem bietet er den Soldaten ein Höchstmaß an Schutz und Durchsetzungsfähigkeit.

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31.03.2009

SPz PUMA - Logistikumfänge

Neben der ersten Untersuchung der taktischen Eignung des SPz PUMA, die im Zeitraum vom 09.02. bis 27.03.2009 am Ausbildungszentrum Panzertruppen in Munster erfolgte (siehe News vom 30.03.2009), wurde im Zeitraum vom 02. bis zum 18.03.2009 in parallelen Veranstaltungen bei der Industrie über den Sachstand der logistischen Aktivitäten informiert und dabei die bereits vorhandenen Logistikumfänge vorgestellt. Die Veranstaltungen fanden in Form einer „Logistischen Demonstration“ bei Fa. Rheinmetall Landsysteme GmbH in Kiel für den Umfang Fahrgestell und bei Fa. Krauss-Maffei Wegmann GmbH & Co. KG in Kassel für den Umfang Turm/Bedienstände statt.

Ziel war es, den im Projekt beteiligten Vertretern der TSL/FSHT aus Aachen sowie von Heeresamt und BWB, das Erfüllen der Forderungen hinsichtlich Materialerhaltbarkeit des SPz PUMA mit dem geforderten und bisher realisierten Sachstand zu demonstrieren, um so eine erste Beurteilung hinsichtlich der Eignung zu ermöglichen.

An einem Vorserienfahrzeug wurden im Rahmen der Logistischen Demonstration folgende Arbeitsumfänge durchgeführt:

Fahrgestell

  • Vorstellung des Integrierten Prüfsystems (IPS) mit Beispielen zur Wechselwirkung zwischen Besatzung, Instandsetzung und Technischer Dokumentation (Interaktive Elektronische Technische Dokumentation-IETD),
  • Aus- und Einbau sowie Standlauf des Triebwerks,
  • Arbeiten am Laufwerk,
  • Arbeiten an Anlagen im Fahrgestell (Feuerlösch-, Brandunterdrückungs-,   Kraftstoffversorgungs-, ABC-Schutzbelüftungs-, Kälte-, Vorwärm- und Heizanlage)
  • Anwendung der Sonderwerkzeuge, Mess- und Prüfgeräte.

Turm

  • Turm ziehen und wieder aufsetzen,
  • Aus- und Einbau des Periskops,
  • Arbeiten an Waffe und Munitionszuführung,
  • Anwendung der Sonderwerkzeuge, Mess- und Prüfgeräte.

Von allen Beteiligten wurde diese Logistische Demonstration als äußerst wichtige Ergänzung zu den bisherigen Aktivitäten im Rahmen der Integrierten Nachweisführung des SPz PUMA bewertet.

Nach Abschluss der Veranstaltung wurde festgestellt, dass

  • die vorgeführten Instandsetzungsmaßnahmen eine bedarfsgerechte und  zügige Materialerhaltung  erwarten lassen,
  • Art und Umfang des bereits verfügbaren Umfanges an Sonderwerkzeug,Mess- und Prüfgerät grundsätzlich bedarfsgerecht und anwendbar sind,
  • das IPS, wie erwartet und gefordert, die Fehlerlokalisierung und Fehlerbehebung unterstützt,
  • das gewählte Konzept und die Struktur der bereits vorhandenen    IETD-Umfänge geeignet  sind,  jedoch Ergänzungen erforderlich sind sowie
  • die Materialerhaltung des SPz PUMA auch durch entsprechend ausgebildetes militärisches Instandsetzungspersonal durchgeführt und sichergestellt werden kann.

Für die weitere Realisierung der logistischen Umfänge wurde Optimierungspotenzial festgestellt, das für die Serie entsprechend berücksichtigt wird. Ebenso konnten bereits anteilige Erkenntnisse für die zukünftige Ausbildung des militärischen Instandsetzungspersonals gesammelt werden. Beides sind wertvolle Voraussetzungen für die forderungsgerechte Realisierung und den erfolgreichen Nachweis aller logistischen Umfänge im Rahmen der durchzuführenden Einsatzprüfung.

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30.03.2009

SPz PUMA in Erprobung unter Beteiligung des Bedarfsträgers

Im Zeitraum vom 09.02. bis 27.03.2009 befanden sich zwei Vorserienfahrzeuge SPz PUMA am Ausbildungszentrum Panzertruppen in Munster. Ziel war es, den zuständigen militärischen Fachleuten des Bereichs Weiterentwicklung Panzertruppen, verstärkt durch Soldaten des PzGrenLehrBtl 92, Gelegenheit zu geben, erste Eindrücke vom Fahrzeug zu gewinnen sowie erste Erfahrungen in der Bedienung des neuen Waffensystems SPz PUMA zu sammeln.

Zu Beginn der Erprobung erfolgte eine zweiwöchige Einweisung in die Fahrzeuge durch Personal der Industrie. Dabei wurde den Soldaten das notwendige theoretische Wissen vermittelt sowie verschiedene Bedienabläufe praktisch geübt.

Es folgten Untersuchungen mit den zwei Vorserien-PUMA, oft im direkten Vergleich mit den Leistungsparametern des SPz MARDER und denen des KPz LEOPARD 2. Dabei konnten erste wertvolle Erkenntnisse hinsichtlich wichtiger Einzelfunktionalitäten des Waffensystems bei Tag und Nacht sowie teilweise extremen Witterungsbedingungen gesammelt werden. Den Schwerpunkt der Untersuchungen bildeten die Teilbereiche Wirksamkeit im Einsatz, Führungsfähigkeit sowie die Integration des Systems IdZ-ES.
Als Abschluss der Aktivitäten wurden auf dem Truppenübungsplatz Bergen verschiedene Schießübungen bei Tag (statisch und dynamisch) und bei Nacht (nur statisch) durchgeführt.

Während des gesamten Zeitraums waren Experten der Wehrtechnischen Dienststellen aus Greding, Trier und Meppen zugegen, um in dieser Phase neben der technischen Gesamtleitung auch mit Rat und Tat aus deren bisherigen Erprobungen zur Seite zu stehen. Durch ein Team der Industrie wurde sichergestellt, dass die Fahrzeuge für die Untersuchungen jeweils einsatzbereit zur Verfügung standen.

Das Fazit dieser ersten Erprobung fiel insgesamt positiv aus. Vor allem die Möglichkeiten einer voll stabilisierten Waffenanlage überzeugten. In Teilbereichen, so z.B. bei der Führbarkeit, wurden weitere Optimierungsmöglichkeiten festgestellt. Die gesammelten Erkenntnisse der Erprobung werden sehr kurzfristig im gemeinsamen Projektteam (BWB, Bedarfsträger und Industrie) ausgewertet und im Hinblick auf die Serienkonfiguration des SPz PUMA umgesetzt. Gleiches gilt für die Umsetzung der gewonnenen Erkenntnisse bezüglich taktischer Einsatzgrundsätze sowie der künftigen Gestaltung der Ausbildung im militärischen Bereich.

Die Untersuchungen wurden durch alle Beteiligten - insbesondere die Soldaten - als äußerst wichtige Ergänzung zu den bisherigen Aktivitäten im Rahmen der Integrierten Nachweisführung des SPz PUMA bewertet. Die nächsten wichtigen (mittelfristigen) Schritte der Nachweisführung sind die Durchführung von Klimaerprobungen mit den ersten Serienfahrzeugen sowie die Einsatzprüfung durch die Truppe. Auch hierfür konnten wertvolle Erkenntnisse gesammelt werden, die helfen werden, einen erfolgreichen Verlauf dieser anstehenden Herausforderungen sicherzustellen.

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06.03.2009

SPz PUMA beim Symposium in Munster vorgestellt

Gleich zwei Vorserienfahrzeuge des SPz PUMA wurden den Teilnehmern im Rahmen des gemeinsamen Symposiums des Freundeskreises der Panzergrenadiertruppe und des Freundes-kreises der Offiziere der Panzertruppe am 5. und 6. März 2009 beim Ausbildungszentrum Munster vorgestellt. Hier konnten die Fahrzeuge vor Ort in Augenschein genommen werden. Das PUMA Team des AusbZ PzTr erläuterte die Funktionen unmittelbar am Gerät und machte die Technik somit im wahrsten Sinne des Wortes „begreifbar“. Fachleute der Industrie unterstützten bei Bedarf bei der Beantwortung tiefer gehender Fragen.

Mit großem Interesse informierten sich die Symposiums-teilnehmer zusätzlich über die Details der Serienkonfiguration und die Leistungsmerkmale des PUMA an den im Eingangsbereich des Plenums des Scharnhorsthauses ausgestellten Schautafeln der PSM GmbH.

Sehr positiv wurde auch bewertet, dass das System IdZ ES ebenfalls von den militärischen Experten des AusbZ PzTr vorgestellt wurde und somit auch in Verbindung mit dem SPz PUMA „erlebt“ werden konnte.

 

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Doppelstarterplattform MELLS (am Modell SPz PUMA dargestellt)

 

19.12.2008

Integration MELLS für PUMA beauftragt

Am 19. Dezember 2008 wurde zwischen BWB und der Firma PSM im Rahmen des Vorhabens SPz PUMA ein Vertrag über die Integration der Waffenanlage MELLS (WA MELLS; Mehrrollenfähiges Leichtes Lenkflugkörper-System) geschlossen. Damit erhält der SPz PUMA im Rahmen der ihm zugedachten Aufgaben eine der notwendigen Ergänzungen zu seinem geforderten Fähigkeitsprofil.

Die Integration umfasst ein am Turm adaptiertes Startgerät für zwei Flugkörper. Der ausgewählte Lenkflugkörper SPIKE der Firma Eurospike verfügt über einen optronischen Suchkopf, dessen Bild über eine Glasfaser übertragen und der PUMA-Besatzung am Bildschirm angezeigt wird. Er kann mit den Bedien-, Steuer- und Kontrollelementen der fahrzeugseitigen Feuerleitanlage des SPz PUMA bedient werden. Damit erhält der Schützenpanzer die Fähigkeit, sowohl gegnerische Ziele mit hohem Schutzniveau und Hubschrauber zu bekämpfen, als auch Bedrohungen hinter Deckungen zu begegnen. Neben der autonomen Zielverfolgung durch den Flugkörper selbst hat die Besatzung die Möglichkeit, vom SPz PUMA aus in die Steuerung einzugreifen und z.B. einen Zielwechsel vorzunehmen.

Mit diesem Vertragsschluss ist ein weiterer wichtiger Meilenstein im Gesamtprogramm SPz PUMA erreicht.

 

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30.11.2008

SPz PUMA Erprobung und Integrierte Nachweisführung gehen mit großen Schritten weiter

Ein intensives und äußerst anspruchsvolles Nachweis- programm ist vom Bundesamt für Wehrtechnik und Beschaffung (BWB) mit der Industrie abgestimmt und festgelegt worden. Mit allen existierenden Vorserienfahrzeugen und weiteren Demonstratoren des SPz PUMA erfolgen Erprobung und Nachweisführung durch Industrie, Wehrtechnische Dienststellen der Bundeswehr (WTD) und bei Bedarf unter Hinzuziehung des Bedarfsträgers. So wurden und werden folgende Aspekte

bei der WTD 41 in Trier:

  • Fahrverhalten,
  • Leistungsvermögen,
  • Straßenverkehrtstauglichkeit und
  • Ergonomie

bei der WTD 81 in Greding:

  • Elektromagnetische Verträglichkeit (EMV),
  • Softwaresicherheit,
  • IT-Sicherheit und
  • Feuerleiteinrichtungen,

bei der WTD 91 in Meppen:

  • Turm- und Waffenfunktionen,
  • Schießen im Stand und aus der Fahrt
  • Funktionalität und Qualifikation MUSS und
  • Qualifikation der Schutzanteile,

beim Wehrwissenschaftlichen Institut für Schutztechnologien (WIS) in Meppen:

  • ABC-Anlage,
  • Brandmelde- und Unterdrückungsanlage

bei der WTD 52 in Oberjettenberg:

  • Aspekte zu Signaturreduzierung und
  • Tarnung

sowie im Erprobungszentrum in Unterlüß:

  •   weitere Klimauntersuchungen

gemeinsam von Fachleuten der Industrie und den Wehrtechnischen Dienststellen untersucht und geprüft.


Dem Wesen dieser Projektphase ist zueigen, dass Eignung/Leistungsvermögen ermittelt und nachgewiesen und ggf. Optimierungsbedarf festgestellt, notwendige Maßnahmen eingeleitet und die technischen Lösungen erneut in die „Prüfschleife“ eingebunden werden.

Die sehr umfangreichen geforderten Funktionalitäten führen zu einem Höchstmaß an Komplexität des Gesamtsystems PUMA. Der bisher erreichte Reifegrad konnte in dieser vergleichsweisen kurzen Zeit nur durch einen extrem engen Abstimmungsprozess aller Beteiligter erreicht werden.

 

 

 

 

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30.04.2008

SPz PUMA Integration FüInfoSysH

Am 30.04.2008 wurde die PSM GmbH vom BWB mit der Integration des Führungs- und Informationssystems des Heeres (IFIS) in den SPz PUMA beauftragt. Damit ist die Voraussetzung geschaffen, dass der SPz PUMA ab Serienbeginn ebenfalls die zukunftsweisende Fähigkeit zur Vernetzten Operationsführung (NetOpFü) erhält.

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